Thiemt - Turnkey Laboratories

Labor-Equipment

THIEMT liefert und installiert alle Laborgeräte, die für ein Komplett-Labor bzw. eine umfassende Qualitätskontrolle benötigt werden:

Angefangen bei den Geräten zur Probenaufbereitung bis hin zu solchen, die der Ergebnis-Auswertung bzw. Produktreinigung dienen.

Je nach Produkt-Komplexizität erfolgt die Konfiguration in Zusammenarbeit mit dem Hersteller. Nachfolgend einige Gerätebeispiele zu den verschiedenen Laborsparten.

Chemisch-technische Analyse

Geräte, die für Material- und Reinheitsprüfungen sowie zur Gewinnung und Aufbereitung von (Zwischen) Produkten eingesetzt werden. Sie dienen der qualitativen und quantitativen Untersuchung.

Beispiele: Spektralphotometer, Geräte zur Stickstoffbestimmung (z.B. Kjeldahl), Dichtemessgeräte, Geräte zur Leitfähigkeitsmessung

Biologie und Biotechnologie

Geräte und Systeme, die der Anreicherung/Kultivierung, Untersuchung, und Auswertung von Material biologischen Ursprungs bzw. der (Wirk)Stoffproduktion oder Biotransformation dienen.

Beispiele: Geräte für die PCR-Meßmethode, Inkubatoren/Brutschränke, Fermenter

Chromatographie (gr. Farbenzeichnen)

Physikalisch-chemisches Verfahren zur Auftrennung von Stoffgemischen. Dabei wird die Probe (Gas- oder Flüssigkeitsgemisch) in ein Trennsystem aus Trennstrecke und 2 miteinander nicht mischbaren Phasen eingebracht. In Abhängigkeit der verschieden starken Wechselwirkungen mit dem Fließmittel (mobile Phase) und der unbeweglichen (stationären) Phase werden die Einzelbestandteile unterschiedlich schnell über die Trennstrecke transportiert. Am Ende der Trennstrecke bzw. des Trennprozesses werden sie detektiert (z.B. Peak, Anfärbung) und ggf. zu weiteren Analysezwecken isoliert.

Unterteilung der Chromatographie-Arten:

Säulen-Chromatographie-Systeme, die breite Anwendung finden:

Spektroskopie

Der Begriff Spektroskopie fasst eine Klasse von Verfahren zusammen, die die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit Materie untersuchen. In Abhängigkeit der verwendeten Wellenlängen (z.B. Mikrowellen-, Infrarot,-, VIS-, UV-, Röntgen-Strahlung) bzw. der untersuchten Materie (Ionen, Atome, Moleküle) werden die einzelnen Verfahren unterschieden.

Die Spektroskopie dient im wesentlichen der Struktur-Aufklärung und Identifikation von Ionen, Atomen und Molekülen.

Neben sog. elastischer (Bsp. Röntgenbeugung) und inelastischer (Bsp. Raman-Spektroskopie) Streuung gibt es eine 3. Art der Wechselwirkung: Die Absorption bzw. Emission von Photonen/Lichtquanten. Diese letzte Art wird auch als „Spektroskopie im engeren Sinn“ bezeichnet.

Spektroskopie-Arten – Beispiele:

Aktuell erfährt insbesondere die Nahinfrarotspektroskopie NIR (Wellenlängenbereich 760 – 2500 nm) in Kombination mit der Fourier-Transformation einen Anwendungsschub. Ein in das Spektrometer eingebautes Interferometer liefert ein sog. Interferogramm, aus dem mittels einer mathematischen Transformation (Computer gestützt) das eigentliche Spektrum berechnet wird. Der Vorteil liegt in wesentlich kürzeren Messzeiten.

In- und Online-Systeme

Bei den In- und Online-Messsystemen erfolgt die Messung während des Analysenprozesses unmittelbar am bzw. im Reaktor/Prozessgeschehen. Merkmal sind eine kontinuierliche Probenahme und Messwertübertragung per Kabel vom Messort zum anzeigenden/auswertenden System (z.B. PC).

Ggf. ist das System direkt mit dem Prozessleitsystem verbunden.

Vorteile gegenüber Offline-Analytik:

Nachteile gegenüber Offline-Analytik:

Unterschied zwischen Inline- und Online-Messung:

Online: Probe (Edukt, (Zwischen)Produkt) wird dem Prozess entnommen/abgezweigt und in eine Messzelle überführt. Die Probe wird anschließend verworfen.

Inline (In situ): Die Sonde wird direkt im Reaktor/Stoffstrom oder in einem Bypass installiert. Die Probe verbleibt also im Prozess. Diese Methode eignet sich insbesondere für giftige/explosive/luft- und temperatur-empfindliche Stoffe.

Beispiele: Online-Analysator zur Trübungsmessung, Inline-Kohlensäuremessgerät

Verpackungsanalytik

Geräte, die der Qualitätskontrolle von Verpackungen (Glas, Plastik, Metall) und deren Inhalt dienen.

Getestet wird auf Unversehrtheit und ausreichende Stabilität des Verpackungsmaterials, auf Wechselwirkungen zwischen der Verpackung und dem Inhalt, auf ausreichende Haltbarkeit und Füllmenge entsprechend den Produktinformationen auf der Packung.

Beispiele: Sauerstoffmessung in gefüllten Flaschen und Dosen, Kontrolle Füllmenge, Dosenfalzkontrolle, Wanddickemessung, Bestimmung der Innendruckfestigkeit

Laborgrundausstattung

Die in jedem Labor verwendeten Elektrogeräte, Gefäße, Werkzeuge und sonstigen Hilfsmittel.
Beispiele: Trockenschrank, Wasserbad, Bunsenbrenner, Stativ mit Doppelmuffe und Klemmen, Magnetrührer, Tigelzange, Peleusball, Glaswaren, Porzellanmörser

Verbrauchsmaterialien

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die bei analytischen Prozessen verbraucht werden bzw. in die Analysen eingehen.
Beispiele: Filterpapiere, Chemikalien, Eppendorf-Hütchen, Petrischalen, Kanülen etc.

Biologische Nährmedien

Substrate, die zum Nachweis oder zur Kultivierung von Mikroorganismen (Bakterien), Zellen und Geweben dienen. Man unterscheidet flüssige Nährmedien, auch Nährlösung genannt, und feste Nährböden.

Neben den eigentlichen Nährstoffen (organische bzw. anorganische Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefel- und Phosphatquellen), anorganischen Salzen sowie dem Gelierungsmittel bei festen Medien, sind oft noch folgende Substanzen in variablen Anteilen enthalten:
Puffersubstanzen, Farbstoffe oder deren Vorstufen, Hemmstoffe für andere Mikroorganismen, Indikatoren.

Die Auswahl des Nährmediums richtet sich alleine nach den Bedürfnissen des zu kultivierenden Gutes/Mikroorganismus.

Beispiele: Agar-Agar, Bouillon

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